Die Geschichte
1986: 40 Theologinnen, Studentinnen, religiös und feministisch orientierte Frauen versammeln sich in Linz. Es entsteht ein Kommunikationsnetz. Frauengruppen in den Universitätsstädten hatten seit Jahren Lesekreise, Liturgiegruppen und Diskussionsforen gebildet. Die feministische Analyse ihrer beruflichen, wissenschaftsbezogenen und privaten Lebenssituation hat Frauen politisiert und bewegt, feministisch-theologische Denk-, Kreativitäts- und Aktionsräume zu schaffen. Von Anfang an sind neben Theologiestudentinnen auch Frauen aus anderen Studienzweigen bzw. mit unterschiedlicher beruflicher Ausrichtung dabei. Feministische Theologie ist nicht nur an das universitäre Umfeld gebunden. Jede Frau mit feministisch-theologischem Interesse hat Platz im Frauenforum Feministische Theologie.
1989: Aus dem losen Netzwerk wird ein Verein und damit eine rechtlich anerkannte Organisation.
1990er Jahre: Feministisch und religiöse Frauen selbst und ihre Interessen bilden das Zentrum der Arbeit und Auseinandersetzung im Österreichischen Frauenforum Feministische Theologie. Anstatt sich an den patriarchalen Strukturen der Kirche zu orientieren und abzuarbeiten, geht das Frauenforum Feministische Theologie einen eigenständigen Weg als Frauenkirche. Forums-Frauen initiieren die Frauensynodenbewegung in Österreich. Das Österreichische Frauenforum Feministische Theologie wird breiter.
Im Jahr 2000 zählt das Forum rund 255 Mitfrauen und zusätzliche 150 Apfel-Abonnentinnen: Pastoralassistentinnen, (Religions-)Lehrerinnen, Psychotherapeutinnen, Musiklehrerinnen, Mathematikerinnen, Netzwerkerinnen, Frauen in theologischer Forschung, freischaffende feministische Theologinnen, Erwachsenenbildnerinnen, Medienfrauen, Juristinnen, Hoch- und Tiefbauingenieurinnen, Pensionistinnen, Mütter, Großmütter, Lesben, Heteras, Bi-Frauen, Ehrenamtliche, kirchlich Angestellte, nicht und nicht mehr kirchlich Angestellte, …
